Kofelgschroa – Frei. Sein. Wollen.

Kofelgschroa, das sind vier Jungs aus Oberammergau, die gepflegte Blasmusik im Stille der neuen Volxmusik spielen.

Der Kofel ist ein Oberammergauer Hausberg. Was damals als Kofelmusik angefangen hat, ist mittlerweile also das Kofelgeschrei. Dazu kam es, als Maxi Pongratz, Sänger und Akkordeonspieler, seinem damaligen Chef während einer Gärtnerlehre von dem musikalischen Schaffen seiner Band berichtete. Der Chef hat daraufhin, gar nicht böswillig, aber wie´s halt manchmal umgangssprachlich hart gesprochen wird, gesagt: „Des werd scho so a Gschroa gwes´n sei“. Kolfelgschroa war geboren.

Debütiert haben die vier mit ihrem selbstbetitelten Album „Kofelgschroa“, welches 2012 erschienen ist. Wie würde ich die Musik auf dieser ersten Scheibe jetzt aus meiner Sicht selbst beschreiben? Hmm. Gar nicht so einfach. Da nehme man einen Karl Valentin mit seinem unverwechselbaren Witz und grotesken Humor und verpacke dessen Texte quasi in einen mantrahaften Klangkörper. Dazu handgemachte Blasmusi, mehrere Sänger und fertig ist das Kofelgschroa.

…die Wäsche trocknet an der Sonne, die Wäsche trocknet auch am Wind, die Wäsche trocknet auch am Licht, wie schön ist das eigentlich…

Die Musiker selbst sind sehr tiefgründige Leut. Wie auch der so eben erschiene Dokumentation im Kino über die Band mit dem Titel „Frei . Sein . Wollen . “ zeigt. Allein aus dem Trailer lässt sich entnehmen, das es hier nicht um irgendwelche Starallüren geht, sondern die Jungs wirklich authentisch und unverwechselbar mit der Kamera aufgenommen worden sind.

Ich selbst werde mir diese Dokumentation auf alle Fälle noch anschauen.

Gespannt darf man sein, ob, und wann es neues Musikmaterial geben wird. Auch da beweget sich die Gruppe ganz entgegengesetzt zum heutigen Zeitgeist der Plattenindustie mit ihrer Forderung „Jedes Jahr ein neues Album“. Nach dem altbewährten Motto „Gut Ding hat Weile“ wartet man da doch gerne auf das nächste Schmuckstück.

Hört sie euch an, hört die Platte auch gern mal zweimal durch, es dauert ein bisschen bis man einen Zugang findet. Liest man dann aber zwischen den Zeilen und lässt sich vom „Kofelgschroa Mantra“ mitreißen, dann findet man sich oft tagelang wieder beim Immer und immer wieder auflgegen des Debütalbums inklusive Mitsingen.

Der Albumvertrieb erfolgt übrigens über die Münchener Firma „Trikont“. Kofelgschroa und einige andere Trikont Bands sind dieses Jahr wieder auf der „Oidn Wiesn“, einem Teilbereich des gerade laufenden Oktoberfestes zu sehen. Gespielt und gesungen wird vom 21.9. bis 04.10. im Herzkasperl Festzelt.

Also anhören, live ansehen oder Doku anschauen. Oder beides. Auf alle Fälle verbreiten die Jungs sehr interessante Ansichten. Nicht nur zur und über die Musik, sondern zum Leben, ganz Allgemein mit all seinen Facetten.

Mehr. Haben. Wollen. !!!!!

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