Warum wir fallen?

Ein Motivationsvideo, welches mich seit jeher begeistert. Ein Motivationsvideo, welches schonungslos offenlegt, das es kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt in Bezug auf Entscheidungen.

Es gibt nur die Entscheidung. Manchmal lähmt es uns förmlich, wenn wir unumkehrbare Entscheidungen treffen müssen. Wir haben das Gefühl, das egal für welche Seite wir uns entscheiden werden, die andere Seite die bessere gewesen wäre. Oft fühlen wir uns dann selbst bestätigt, wenn etwas danach nicht klappt oder funktioniert.

Wenn ich aber meinem Herzen gefolgt bin , kann es nur die Entscheidung für Etwas gewesen sein, was ich dringend gebraucht habe. Selbst wenn die Konsequenzen daraus Schmerz und Tränen mit sich bringen, habe ich diese Erfahrung in diesem Moment machen müssen. Das ist wichtig zu erkennen. Nur aus Erfahrung lernen wir. Wir lernen warum wir fallen, und wir lernen wieder aufzustehen. Scheitern ist vollkommen erlaubt und sogar ein wichtiger Prozess. Die Angst vor dem Scheitern ist größer als der Prozess des eigentlichen Scheiterns selbst.

Doch um das zu erkennen, müssen wir ins Tun kommen. Raus aus der Lähmung in unserer Gedankenwelt und rein in das Machen. „Just do it“ ist nicht nur ein schlechter Werbespruch einer Textilmarke, sondern vor allem ein Lebenscredo. Mach es einfach. Es kann nichts passieren. Stimmt nicht ganz 😉

Du könntest dich verändern. Du könntest etwas lernen. Du könntest dich verwunden. Du könntest unerwartet jemanden kennen lernen der dich fortan begleiten wird. Du könntest etwas loslassen, was dich seither immer begleitet hat. Du könntest fallen. Du könntest wieder aufstehen. Du könntest es nochmal versuchen. Du könntest noch schöner scheitern. Du könntest etwas Unvergessliches erleben. Am Ende hast du etwas durchgemacht. Ja richtig, etwas durch-machen. Da steckt auch schon wieder das machen drin. Der Begriff wird in unserer Gesellschaft negativ angesehen, aber „etwas durchmachen“ bedeutet zwangsläufig das etwas bearbeitet wurde von uns selbst. Ich habe etwas durchgemacht. Ich habe etwas durchgestanden. Jetzt bin ich reicher als zuvor (und ich spreche hier nicht von Geld).

Schonungslos unserer inneren Stimme, unserem inneren Kind zu folgen bringt eben nicht nur das „Takka-Tukka-Land“ mit sich. „Das Leben ist kein Ponyhof“. Ein bescheuerter Spruch. Aber schon wieder so bescheuert, das etwas an ihm dran sein muss. Es wird oft Zitronen regnen. Dann müssen wir in den sauren Apfel beißen. Aber Vorsicht, „Sauer kann auch Lustig machen“. Das Lachen nicht verlernen.

Sich zu fokusieren, nach etwas zu streben, etwas völlig verrücktes tun. Alles drei positive Inhalte. Es ist gut sich zu fokusieren, auf etwas hinzuarbeiten. Keinen Tunnelblick entwickeln aber trotzdem sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

„Streber“ ist wieder so ein negativ belastetes Wort. Ich gebe zu, wenn ich das Wort Streber höre fühle auch ich den Klassenzimmermief. Bei Bewusstmachung dieses Wortes wird einem aber klar das sich aus dem Nomen das Verb „streben“ ableitet.

Wer nach etwas strebt, der macht etwas richtg intensiv. Er nimmt sich die Zeit und bearbeitet etwas Stück für Stück. Er will Hintergründe und Informationen zu seinem Aufgabengebiet um sich somit noch mehr reinzuvertiefen. Das ist nichts schlechtes. Das ist etwas wunderbares. Sich an einem Thema festzubeißen. Etwas zu bewundern. Mehr darüber erfahren zu wollen. Selbst daran zu forschen. Andere Sachen in Frage zu stellen. So funktioniet Forschung und nicht anders. Will Smith hat einen Film von sich nicht umsonst „Das Streben nach Glück“ genannt. Und das kann ich ganz offen zugeben, mit diese Filmtitel verbinde ich keinesfalls irgendwelche negativen Affirmationen sondern durchweg postitives.

Etwas völlig Verrücktes tun. Am Anfang fragen die Leute mich: „Wieso tust du das“ Am Ende fragen die Leute mich: „Wie hast du das getan“? Versteht ihr. Der Beginn ist seit jeher der Kampf gegen die Windmühlen, wie in der Erzählung von „Don Quichote“. Ihr rennt gegen Mauern. Doch die Frage ist wie ihr gegen die Mauern rennt. Mit Freude und Spass, mit einem lachenden Gesicht, dann rennt ruhig weiter. Was für andere also völlig verrückt erscheint, ganz egal was es ist, bringt euch Spass. Dann macht es. „Run for your life“.

Im Nachhinein zählt nicht, wer euch für verrückt hält, sondern es zählt wie viel Spass und Freude ihr bei etwas hattet. Daraus ziehen wir unsere Energie. Richtig gute Arbeit wird da geleistet wo ich mit Herz und Seele dabei bin. Da geht es nicht darum, was es ist, da geht es darum, wie es ist. Wenn die (Schall)-Mauer dann durchbrochen ist und die Windmühle ausgehebelt wurde, dann erntet man Respekt. Du oder ich, wir sind unser inneren Vertrautheit, unserer Bestimmung gefolgt, haben uns nicht abbringen lassen, sind weitergegangen, bzw. gerannt. Das wird immer Respekt ernten. Zurecht.

Am meisten Hochachtung, Respekt und Anerkennung aber wirst du von dir selbst ernten. Die Früchte deiner Arbeit. Den Baum den du im Schweiße deines Angesicht gepflanzt hast und der jetzt reife Früchte trägt, der gibt dir einen Apfel, der viellleicht der leckerste Apfel ist, in den du jemals gebissen hast. Vielleicht bleibt auch ein lockerer Zahn drin stecken oder du wirst aus dem Paradies vertrieben. Doch der Zahn macht nur Platz für etwas neues und es entsteht eine Lücke, die wieder gefüllt werden kann. Und wenn das das Paradies war, dann war das nicht dein Paradies. Dann ist dein Paradies woanders und es ist wichtig, das du vertrieben wurdest, um anzukommen!

Mut gehört dazu. Der erste Schritt. Raus aus den bequemen Pantoffeln. Rein in die Wanderschuhe. Die Wanderung deines Lebens. Heutzutage wird das „bequeme“ ja immer als die sogenannte „Komfortzone“ bezeichnet. Die Zone wo wir es uns angenehm eingerichtet haben, um uns von uneren Heldentaten zu erholen. Eine Komfortzone ist aber eben auch was schönes. Etwas urgemütliches. Etwas wichtiges. Wir brauchen unsere Orte, an denen wir uns zurückziehen können. Nur einnisten sollten wir uns nicht darin sondern irgendwann wieder aufbrechen. Ein gesunde Winterschlaf und dann wieder raus in die Sonne. Das Gleichgewicht der Gezeiten. Nur immer „machen“, das geht nicht. Man muss auch mal „lassen“ können.

Die Welt dreht sich auch ohne uns. Soviel ist sicher. Nehmen wir uns nicht wichtiger als wir sind in diesem Spiel des Lebens. Doch mitspielen dürfen wir. Etwas einsetzen, etwas riskieren, etwas hinterlassen. Darum geht es. Darum fallen wir. Weil wir wie in einem guten Computerspiel wieder aufstehen können und weiter „Jump and Run“ machen dürfen.

Cheers!

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