Joy Divison

Die Killers mit einem gut gelungenen Cover des Klassikers „Shadowplay“ von Joy Divison.

Ein absoluter Tribut an die New bzw. Dark Wave Künstler aus den 80 Jahren. Joy Division sollte man kennen, wenn man muskalisch was auf sich hält. Die Mannen um Ian Curtis haben damals quasi das Genre revolutioniert, obwohl sie mit „Unknown Pleasures“ und „Closer“ nur zwei Alben veröffentlicht haben. Ausgehend aus dem damals komplett industialisierten Ort Manchester in England liefereten Joy Division den Soundtrack für eine Jugend, die zwischen Kohleabbauwerken und russigen Häuserwänden aufwuchs.

Joy Divison startete ihre Konzerte stets mit ihrem Opener „Dead Souls“. Das Lied ist gepärt von einem langen instrumentalen Intro, welches Frontmann Curtis bei den Konzerten immer die Gelegenheit gab, sich auf das Publikum einzustimmen. Als bei Ian eine Epilepsie diagnostiziert wurde, behandelte man ihn mit heftigen Medikamenten (damals war auf diesem Feld noch nicht so viel geforscht worden) deren Nebenwirkungen oft schlimmer waren als die Anfälle selbst.

Beühmt war auch Curtis´Tanzstil. Fast rauschhaft und wie in einem höheren Geisteszustand war Ian ganz in seinem Element. Als wäre er auf der Bühne plötzlich ein anderer Mensch war es, als sei er wie bessessen. Dieser Tanz erlangte dann auch traurige Berühmtheit als Ian mehrmals auf der Bühne zusammengebrochen ist und dies zu Beginn noch als Teil der Show angesehen wurde. Allerdings waren es ernsthafte Epilepsie Anfälle, wodurch der Tanz auch unter dem Namen „Epilepsy Dance“ bekannt wurde.

Doch das alles machte Joy Division aus. Düstere Texte, ein schamananenhaft anmutender Curtis und Songs die oft nach dem Bass ausgerichtet wurden (was bis heute alles andere als normals ist, kaum eine Band orientiert sich beim Songwriting an ihren Bassläufen). Alles in allem eine bombastische Mischung.

Am 18.05.1980 fand die Band ein jähes Ende, als sich Ian Curtis, gebeutelt vom Druck ein komplettes Label mit seiner Band stützen zu müssen, der anstehenden Scheidung von seiner Frau mit einem gemeinsamen Kind und seiner Epilepsie mit den damit verbundenen Nebenwirkungen durch die Medikamenteneinnahme, in seinem Haus erhängte. Zum damaligen Zeitpuntk war er 23 Jahre jung.

Zu spät bemerkte man später die doch recht düster und depressiven Texte die Curtis vorher auf die oben erwähnten Alben gepresst hatte. Sein Suizid war ein weiterer Punkt für die heutige fast kultartige Verrehrung für Joy Division. In seiner wunderschönen Melancholie, die er mit seiner Stimme ausdrücken konnte, kommt für mich nach Ian Curtis lange gar nichts im Musikuniversum.

Anspieltipps von Joy Division selbst:

Love will Tear us apart again

Atmosphere

Transmission

Wer gerne englischsprachige Bücher liest und mehr über Joy Divsion erfahren möchte dem sei „Unknown Pleasures“ von ihrem Bassisten Peter Hook zu empfehlen. Er arbeitet dort dir komplette Bandgeschichte auf und geht auch hintergründig auf die verschiedenen Songs ein.

Auf der Rückseite des Werkes von Hook ist auch ein Zitat von Bono, dem Sänger von U2, gedruckt.

Er sagte über die Band: „It would be harder to find any darker place in music than Joy Division. Their name, their lyrics and their singer were as big a black cloud as you could find in the sky. And yet I sensed the pursuit of god, or light, or reason… a reason to be. With Joy Division you felt from this singer beauty was truth and truth was beauty, and theirs was a search for both“.

Besser kann man es wohl nicht ausdrücken.

R.I.P Ian, der du dich trotz Epilepsie, Depressionen und Unverständnis ganz der großartigen Kunst verschrieben hast und bis zum Ende weiter gesungen hast.

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