Legenden des Irish Folk – 01 Luke Kelly

Fünf große Singer/Songwriter/Frontmänner/Frauen ihrer Zeit. Fünf Musikgrößen aus Irland, die alles überdauern. Drei von ihnen noch am Leben. Zwei tot, aber unvergessen. Einen live erlebt, die anderen leider nur per Aufnahme gesehen. Ihre Lieder, Klassiker des Irish-Folk mit all seinen Facetten. Luke Kelly, Liam Clancy, Christy Moore, Shane McGowan und Sinead O´Connor

Deshalb hier ein kleiner Überblick über ihr Schaffen, ihre Werke und über das, was bleibt, oder bleiben wird.

Beginnen wir also mit Luke Kelly.

Bekannt sein sollte er jedem Irlandfan als ein Mitglied der Original Dubliners-Besetzung. Luke wurde 44 Jahre alt (1940 – 1984). Ausgestattet mit seinem Banjo und einer Stimme, die einen von Anfang an gefangen nimmt, aber nicht wegsperrt, sondern an Plätze führt, die man schon lange vergessen hatte.

Sein Ausdruck on Stage so klar und deutlich, kraftvoll, mit hundert Prozentiger Hingabe an die Musik. So aufgedreht, wie er sich oft auf der Bühne präsentierte, so zurückgezogen war Luke Kelly im Privatleben.

Die sogenannten zwei Seiten des Luke Kelly. Ohne Publikum war Luke Kelly sehr introvertiert, nachdenklich, las viel, philosopherte gerne und war ein Vertreter des kleinen einfachen Mannes. Scherzenshalber wurde er von seinem Bandmate Ronny Drew als „ein Kommunist, der sogar den Armen was gibt“ bezeichnet.

Nebenher war Luke ein begeisterter Fußballer und ebenso ein starker Trinker. Mit seiner Bühnenpräsenz beließ er es nicht nur bei der Musik, so wirkte er unter anderem als Herodes beim Musical „Jesus Christ Superstar“ mit.

Das war sicherlich auch seinem roten Lockenkopf geschuldet. Zusammen mit seinem großartigen Bart wohl eins der Markenzeichen des Luke Kelly. Wenn er Musik machte, das lässt sich ohne Wenn und Aber sagen, war Luke in seinem Element.Keiner wird  die „Rocky Road To Dublin“ jemals wieder so brutal schnell und gezielt singen wie Luke.

Als er 1984 ging, nach mehreren Leidensjahren die ein Hirntumor ausgelöst hatte, verlor Irland einen großartigen Singer/Songwriter.Trotzdem bleiben Spielfreude, Bühnenpräsenz, Stimme und ein fröhlicher Luke Kelly in Erinnerung, der es verstand, sein Publikum für sich zu gewinnen.

Dieses Jahr, welches seinen 30´sten Todestag kennzeichnet, will ich also Luke gedenken. Nebenbei denke ich daran, das er jetzt, mit quasi 74 Jahren, mit rot gelocktem Haar, weißem Gewand, und einem Banjo den ankommenden Menschen ein „Hosianna“ an der Himmelspforte spielt. Thank you for the days, Luke.

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