Legenden des Irish Folk – 03 Christy Moore

…und hier kommt „the one man machine“ Christy Moore

Der gute Herr Moore, nicht zu verwechseln mit Franz Moor aus Schillers „Räuber“, ist 1945 in der Nähe von Dublin City geboren. Anfans noch als Solokünstler unterwegs, gründete er in den 70´ern mit einigen Leuten, die ihn auf seinem Soloalbum „Paddy on the Road“ begleiteten, die Band Planxty.

Unverwechselbar eine der erfolgreichsten Irish-Folk Formationen bis 1974, da löste man sich nämlich schon wieder auf. Bis dahin hatte man vor allem mit irischen Balladen, Jigs und Reels, aber auch mit Balkan Folklore unter dem Einsatz eines Bouzouki auf sich aufmerksam gemacht.

Bis zu den 80´er Jahren vertonte Christy daraufhin wieder eigenen Platten, nicht aber ohne jedesmal eine Vielzahl von bekannten irischen Gastmusikern dazuzuziehen. Dies verhalf ihm mehr und mehr zu einer populären Stellung im Folk Universum.

Seine Auftritte sind stets sehr emotional und intensiv. Christy fordert sich auf der Bühne die ganze Kraft und Power ab, um die Message seiner Songs richtig zu transportieren. So hat er z.B. seine Erfahrungen mit dem Teufel Alkohol in drei Liedern verarbeitet.

Das Hauptaugenmerk allerdings legt er auf die irische Geschichte. Sei es nun der Einsatz von Iren im Spanischen Bürgerkrieg (Viva la quinta Brigada), ein komplettes Album das er den Hungerstreikern rund um Bobby Sands gewidmet hat (H-Block) oder es wird der Bloody Sunday in Derry thematisiert (Minds Locked Shut). Christy war und ist ein ganz klarer Supporter der irischen Unabhängigkeit gegenüber Großbritannien, daraus hat er nie einen Hehl gemacht.

Vor allem zu Shane McGowan, zu dem ich später noch komme, hat Christy immer eine ganz besondere Beziehung gepflegt, die in einigen Songs mündete.

In den 90´er Jahren und den frühen 2000 ´ern wurde es etwas ruhiger um Christy. Die Pausen zwischen Alben und Songaufnahmen wurden länger. Das war vor allem seiner schlechten Gesundheit geschuldet. Pausenloses Touren, viel Alkohol,schlechtes Essen und wenig Schlaf forderten ihren Tribut.

2014 schließlich musste er sieben geplante Konzerte absagen, da er sich nicht in der Lage sah, seine kraftvollen Auftritte ordentlich über die Bühne zu bringen. Christy freut sich seit jeher auch in Deutschland einer treuen Gefolgsschaft. Wir hoffen, das er nochmal zurückkommt. Viva la Christy!

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