NABELSCHAU

WUT ZU SEIN BEDARF ES WENIG, DENN WER WUT IST, IST EIN KÖNIG!

Doch der Weg vom König zum Narren ist bekanntlich nicht weit.

Das Jahr des Feuer Hahns beginnt auf Griabig mit einer Nabelschau.

Wir leben ja mittlerweile in einem postapokalyptischem, Verzeihung, post faktischem Zeitalter.

Laut den Medien.

Das ist eine Tatsache.

Das allerdings beißt sich.

Postfaktisch werden nämlich posthum alle Tatsachen ignoriert.

In welchem Zeitalter leben wir dann?

Auf 2017 können sich wohl alle einigen.

Kutz zusammengefasst:

Jeder darf sagen was er will.

Alles was er will.

Tatsachen?

Werden ignoriert.

Beweise?

Wer braucht schon Beweise.

Wissenschaft?

Hat mich schon immer geschafft!

Krass!?

Ja mei!!

Da isses wieder.

Das bayerische Mantra.

Wie passend im Jahr des Feuerhahns

Hinten am Arsch geht nämlich auch ein Weg vorbei!

Tatsache?

Der Hahn kräht immer zur gleichen Zeit

Beweise?

Kommst morgen bei uns im Dorf vorbei.

Wissenschaft?

Fragst an Gschwindner Sepp.

Auf die bayerische Mentalität ist Verlass.

Wieso haben wir eigentlich keinen Dalai Lama.

Statt dessen stehen die Zeichen auf Monarchie.

Kein Ludwig. Kein Franz Josef.

Markus oder Horst.

Wer wird am Ende König?

Hmm.

Interessiert mich das wirklich.

Nein.

Lassen wir sie wurschteln.

Sonst wirds gar so fad.

Auf der politischen Bühne.

Der Versuch gemeinschaftliche Interessen unter einen Hut zu bringen.

Im Dialog.

Nicht im Monolog.

Da zieh ich den Hut vor.

Gebt Ihnen das Vertrauen.

Es gibt keine Anderen.

Wenn wir schon dabei sind.

Nach einigen Sachen wird dieses Jahr kein Feuerhahn mehr krähen.

Also vorausgesetzt ich bin der Feuerhahn.

Das kann weder belegt, noch bewiesen noch wiederlegt werden.

Ich bin der Feuerhahn.

Ich krähe nicht mehr nach Information.

Ich krähe nicht mehr nach Frieden.

Ich krähe nicht mehr nach Aufarbeitung.

Nein.

Ich spucke Feuer für Emotion.

Ich spucke Feuer für Notwendigkeiten.

Ich spucke Feuer für Ent-Täuschung

Ich spucke Feuer um Feuer zu entfachen.

Ich bin Feuer.

So sprachs der Feuerhahn.

Also ich.

Ein Plädoyer.

Wieder mehr auf das Herz hören.

Unser Gehirn hat genug zu tun.

Es ist da, wenn wir es brauchen.

Herz oder Seele.

Eines sollte brennen.

Ihr sollt brennen.

Für Etwas.

Emotionale Pyrotechnik ist kein Verbrechen.

Seid wie der Phönix.

Steigt auf.

Aus der Asche.

Doch lasst euch nicht zum Narren halten.

Von Menschenfängern.

Von Hetzern.

Von Hass-tlern

Sucht nicht nach der Nadel im Misthaufen.

Ihr werdet keine Finden.

Ein Haufen Scheiße bleibt auch beim umrühren…

richtig…

ein Haufen Scheiße.

Genug zu diesem Thema.

Zurück zu den Wurzeln.

Wir haben alles was wir brauchen.

Wir haben unser Selbst.

Wir haben Liebe.

Wir haben Mitmenschen.

Wir sind Energie.

Richtet eure Konzentration auf die einfachen Dinge.

Auf die guten Dinge.

Auf das was EUCH guttut.

Macht euch nicht verrückt mir der „Ich habe Glücklich zu sein“ Maxime

Macht euch den ständigen Wandel bewusst.

Glück ist flüchtig.

Kaum zu fassen.

Hass ist Balast.

Das Leben ist zu kurz dafür um ständig wütend zu sein.

Es geht bergauf und bergab.

Ebbe und Flut.

Gezeiten.

Konstante.

In diesen Zeiten.

In diesem Zeitalter.

 

Flow 26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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TRAINSPOTTING

WER REITET SO FRÜH DURCH STURM UND WINT,

ES IST DER TAXIFAHRER MIT SEINEM KIND,

ER HAT DEN KNABEN WOHL UNTER KONTROLLE,

DAMIT ER NICHT AUF DUMME GEDANKEN KOMMT DER TOLLE

VOM SCHNEE VERWEHT,

EIN RAUHER WIND,

DAS FLÖCKCHEN DREHT,

DADURCH WIE BLIND

WEIß IST DIE FARBE,

DES WINTERS PRACHT,

FRIEREN TUT DIE GARBE,

DESHALB BEI NACHT

WÄR BAYERN EIN MEER,

WÄR ES VERLOREN,

VOR KÄLTE LEER,

VOLL ZUGEFROREN

DER LEIERMANN LEIERT,

SO GUT ER KANN,

DIE EWIG ALTE…,

SIE WISSEN SCHON MANN

UNSER ZUG IM TUNNEL ,

LOCKER UND FEIN,

WIE EINE HUMMEL,

HONIG RAUS UND REIN

FREILASSINGER JACKPOT,

KURZ VOR DER BURG,

TIP ODER TOP,

HAUPTSACHE FURT`

KUBANISCHE KLÄNGE,

EIN GERÄT,

ERSCHLÄGT DIE STRÄNGE,

TRUE OR LATE

MÖCHT HIER LEBEN, 

 NUR ZUGSCHRANKEN,

WEITER STREBEN,

WEITER WANKEN

ER ZIEHT SICH AN,

SEINEN MANTEL,

WIRD KALT DANN,

AN DER NÄCHSTEN AMPEL

KLEEBLATTANLITZ,

GLEISE AUF JAHRESANFANG,

VORSATZWITZ,

ICH LIEB DAS TAM TAM

EINER WINKT RAUS,

HAND IM SCHUH,

DAS FÜHRERHAUS,

LEISER APPLAUS

BIN GERN PATIENT HIER,

IM ZUG NACH IDAHO,

GIBT TABLETTEN UM VIER,

VALIUM UND SO

IM UNIVERSUM GIBTS KEINE GEFÜHLE,

WINTERSCHWÜLLE,

ENTSCHEIDEND SIND,

FENSTER ODER GANGSTÜHLE

DA SPRINGT EINER DER HEISST KOT,

INNSBRUCK IM WIND,

ALLES IM LOT,

EISZEIT MACHT BLIND

ITALIENISCH,

SCHALLTS VOM SPRECHER, 

DEFINITIV,

KEIN EISBRECHER

EIN EISBECHER WÄR GEIL,

SO MIT SCHOKO UND SCHLAG,

 MIT KUGELN SO STEIL,

WIE DER ZIZKOV ZU PRAG

EISBÄR IN DER SAUNA,

ICH IM ZUG,

BALD SIND WIR DA,

ES IST GUT

Die Schlange

Zäh, zäh, zäh
klebrig irgendwie
nichts bewegt sich weiter in mir
_
zäh zäh zäh,
irgendwo drückts irgendwas tut weh
ich weiß nicht wohin ich geh wo ich steh
_
es nervt mich so sehr
ich könnt schreien laut und viel
irgendwas hindert mich an meiner Kraft
_
ich brauch es nicht mehr
nein ich will es nicht merh
ich will leben
_
will leben, will leben
will liebe und leben
will alles sein, will hier sein, ganz bei euch und bei dir
_
ich hol mir die kraft zurück Stück für Stück
steh am Abgrund hab keine angst und dann geht‘s los
und ich spring einfach los und lass mich tief fallen
_
lass mich fallen,
spüre den Fahrtwind an mir vorüber rauschen
mein Haar flattert im Wind ich spüre die leere endlich einmal
_
und fühl mich wie alice im Wunderland als Kind
ich fall in den Tunnel und fall und falle umhüllt von Dunkelheit
und ich nehme mir richtig viel zeit, richtig viel Zeit
_
Es gibt keinen Grund aufzuprallen es gibt keinen Boden auf den wir fallen
Es gibt keinen Grund am Boden es gibt nur fallen und Fliegen ohne Grund
_
Aber dieses Gefühl es gefällt mir so gut, nicht zu wissen wohin es geht
Ach ich hab überhaupt keine Lust keinen Mut
Nein nein nein lieber will ich tagelang unter der Bettdecke sein
_
doch dann auf einmal
zack ist sie weg die Bettdecke es wird hell auf einmal Leben es geht wahnsinnig schnell
und ich bin mittendrin irgendwie weiß ich nicht wie es geschehen ist
_
Ich spring ja ich spring und währenddessen während ich flieg sing ich ein Lied und ich freu mich dass ich da bin
_
wie eine alte Haut einer Schlange streif ich mein altes Kostüm ab trag es heute später zum Feuer
weil ich wirklich genug hab
_
wie eine alte Schlange streif ich meine Haut ab und trag sie liebevoll zum Feuer
weil ich wirklich genug davon hab
genug davon hab

 

Bild

Winterreise

Ihr sollt uns erkennen.

An unserem Schicksal.

Die dunkle Seite des Mondes.

Gleichgewandt zur Erde hin.

_

Gleisend kaltes Licht.

Es brennt.

Lichterloh.

Ein Sturm.

_

Dem Himmel so nah.

Wir stürzen.

In den Krater.

Tiefer und tiefer.

_

Eine Minute schweben.

Schwerelosigkeit.

Wir fallen.

Gemeinsam.

_

Eine Winterreise.

Erwachen.

Die Sonne scheint.

In kleinen Strahlen.

_

Duchbricht die dunkle Wolke.

Gottesfinger.

Hoffnung.

Da war sie.

_

Kurzes Verweilen.

Doch.

Sie war hier.

Wie wir.

_

Sein werden.

Deine Hand.

Auf meiner Haut.

Tut gut.

_

Es brennt ein Feuer.

Eine unlöschbare Flamme.

Kein Berg zu hoch.

Kein Fluss zu weit.

_

Zu zweit.

Ich erinner mich.

Es prasselt.

Regenboden.

_

Tränen.

Ich spreche.

Da bist du ja.

So vertraut.

_

Geigenspiel.

Anzuerkennen was ist.

Gemeinsam.

Es schneit.

_

Flöckchenweise

Erster und letzter Schnee.

Er schmilzt.

Dahin.

_

Auf uns.

Sind einfach.

Tut gut.

Du mit mir.

_

Eine Umarmung.

Ein Tisch braucht vier Beine.

Massivholz.

Eiche und Kirsche.

_

Vereint.

Der Winter wird hart.

Doch fällen wird er uns nicht.

Auch wenn wir fallen.

_

Flow

Ende Gelände

Mit einer Weisheit, die keine Träne kennt, mit einer Philosophie, die nicht zu lachen versteht, und einer Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt, will ich nichts zu tun haben.

Mit diesen weisen Worten meines Number 1 Dichterfreundes Khalil Gibran läute ich für meinen Blog nun die berühmte „Closing Time“ ein.

Er besteht jetzt mehr als ein Jahr (Im Winter ein Jahr 🙂 ) und es war mir eine Freude meine Gedanken, Gefühle, Emotionen und geistigen Ergüße hier komprimiert an das WorldWideWeb weiterzugeben.

Deshalb vielen Dank an alle Follower, Unterstützer und Leser meiner Beiträge. Ich hoffe ich konnte euch teilweise zum Lachen bringen und zeitweise zum Nachdenken anregen.

Man sollte dann aufhören wenn es am schönsten ist und ich spüre nun, das dieser Blog angekommen ist.

Sicher gibt es auch andere Beweggründe.

Mit dem Internet ist es so eine Sache zur Zeit. Es wird viel geistiger Durchfall gepostet, ein jeder denkt mittlerweile er könnte journalisitische Tätigkeiten übernehmen und es werden einem so manche Posts und Kommentare hingeworfen wie dem Waldi seinen Knochen.

Auch deshalb beende ich diesen Blog, um nicht irgendwann in diese politisierten, gesellschaftskritischen und hetzjagdlustigen Kreise zu geraten.

Freie Meinungsäußerung ist das eine, populistischer und propagandisierter Blödsinn das andere.

Wenn ich eines anderen verbreiteten Kommentars unterstütze und damit bloß auf meine eigenen Unfähigkeit selbst nachzudenken und zu hinterfragen aufmerksam mache, dann ist das keine freie Meinungsäußerung, liebe Grundgesetzverfächter.

Soviel dazu. Darüber lohnt es sicher aber nicht aufzuregen.

Weil es nicht wichtig ist!

Was ist dann wirklich wichtig fragt ihr euch?

Ganz einfach.

Liebe und Selbstliebe.

Das zäht für einen jungen Menschen genauso wie für einen einen Menschen mittleren Alters und  natürlich vor allem für einen alten Menschen.

Diese Liebe und Selbstliebe hole ich mir allerdings da draußen. In der Natur und in der Begegnung mit Menschen.

Deshalb ist das auch eine Aufforderung sich wieder mehr mit dem wirklichen Leben  auseinanderzusetzen und sich dort dann auch seine gefühlte und gelebte Meinung zu bilden.

Come out and play 🙂

Das ist nun also das Ende.

Es ist gut mit einem Zitat abzuschliessen, denn wenn jemand anders es schon am besten formuliert hat, und man selbst es nicht besser kann, dann stielt man eben von ihm und verschafft sich einen starken Abgang.

In Wirklichkeit würde ich es jedoch nicht als Stehlen bezeichnen. Wohl eher als ein Ausleihen 😉

Deshalb schließe ich mit einem Lied von Leonard Cohen, einer meiner All-Time-Favourite Musiker.

Ich schließe mit seinem Song „Anthem“

Läute die Glocken, die noch klingen
Vergiss deine wohlfeilen Gaben
Da ist ein Riss, ein Riss in allem
Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt

 

Danke Für Alles!

Flow